Wissenschaft und Glaube

Die Naturwissenschaft betrachtet die Welt die sie erforschen kann. Was sie nicht erforschen kann, wird in ihre Theorien nicht einbezogen. Das tatsächliche Wissen aus der Wissenschaft ist eine Ansammlung von Einzelstücken, die von Modellen und Theorien in einen Zusammenhang gebracht werden damit ein sinnvolles Bild entsteht.

Dieses Bild kann keinen Gott enthalten, ihn aber auch nicht ausschließen. Daher ist jede Diskussion die beweisen will, ob die naturwissenschaftlich erkennbare Welt in eine transzendente Wirklichkeit eingebunden ist oder nicht, per se fruchtlos.

Je nach Kultur und Verständnis erscheint uns diese oder jene Theorie richtig. Die gleichen Fakten in einem anderen Zusammenhang dargestellt, führen auch zu einem anderen Weltbild.

Die Geschichtswissenschaft untersucht Quellen und versucht die erkennbaren Fakten in einen angemessenen Kontext zu bringen. Es gilt z.B. als relativ sicher, dass Jesus Christus wirklich gelebt hat. Er ist eine historische Persönlichkeit. Auch sein Kreuzestod und seine Auferstehung werden unter Historikern nicht abgestritten.

Wenn ein Physiker und ein Literaturwissenschaftler diskutieren ob Jesus gelebt hat, dann diskutieren hier zwei Laien. Eine wissenschaftliche Diskussion wäre es erst, wenn ein Historiker Fachgebiet „Quellenforschung Römisches Reich“ mit einem Historiker Fachgebiet „Frühchristentum“ diskutiert, aber dann würde weder der Physiker, noch der Literaturwissenschaftler viel mehr verstehen als du oder ich.

Jesus als seinen Heiland und Erlöser zu betrachten ist immer eine Sache des persönlichen Glaubens zu dem man sich entscheiden muss.

Ein Gedanke zu „Wissenschaft und Glaube

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