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Persönlicher Glaube

entwickelt sich. Ist er lebendig, spürt und sieht man das. Wie alles Lebendige braucht er die passenden Umweltbedingungen, Nahrung und Wasser, Platz und Freiraum zum Entwickeln.

Die verschiedenen Religionen und Glaubensgemeinschaften bieten diese Umwelt in der sich Glauben entwickelt. Je nach „Klimazone“ entwickeln sich manche Samen gut und manche garnicht, aber ein „gesundes Ökosystem“ lässt Vielfalt zu. Ja erst diese Vielfalt macht es gesund!

Das heißt: in einer gesunden Gemeinde kommen Jung und Alt, Reich und Arm, Akademiker und Handwerker, Ballerkopp und Sensibelchen, Partylöwe und Mauerblümchen, Hans Dampf und Lieschen Müller zusammen und gehen, in einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts, liebevoll miteinander um. Dann kann jeder, gemäß seines Wesens, wachsen und sich entwickeln. Der gemeinsame Glaube ist so ein Fundament, auf dem verschiedene Persönlichkeiten aneinander reifen können. Und: Austausch mit der größeren Umgebung ist wichtig, damit „der Genpol“ gesund bleibt!

Kannst du also persönlich in der Gemeinde, in der du bist, wachsen, dich entwickeln und die „Früchte“ hervorbringen die du dir wünscht, dann bist du richtig.

Wird jeder neue Gedanke sofort „gejätet“, jede nicht abgesegnete Informationsquelle abgelehnt, bist du vermutlich in ein „Gewächshaus“ oder eine „Monokultur“ geraten. Das heißt: Einschränkung deiner persönlichen Möglichkeiten nach äußeren Kriterien, nicht nach deinen Fähigkeiten und Wünschen und dauerhafte Abhängigkeit von diesen äußeren Bedingungen.

Ich bin in einer christlichen Gemeinde aufgewachsen und im Laufe der Jahre hat sich mein Glaube, zusammen mit meiner Lebenserfahrung und den Lebensumständen, entwickelt. Zum Beispiel habe ich vor 40 Jahren noch geglaubt, dass die spezielle Variante des Christentums, mit der ich aufgewachsen bin, der einzige Weg zum Heil der Seele ist.

Heute glaube ich, dass die transzendente Welt, die wir nicht naturwissenschaftlich erkennen können, um ein Vielfaches umfangreicher und vielgestaltiger ist als unser Universum. Was wir hier wissen, sehen und erkennen, gleicht einer Gebrauchsanweisung für das eigentlich Wichtige, nämlich die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten der gesamten Wirklichkeit erkennen und verstehen zu lernen.

Sich die Religionen dazu einmal genauer anzusehen und herausfinden was ihre Vorstellungen und Lehren gemeinsam haben, kann uns auf die „Naturgesetze“ und „Naturkonstanten“ des Jenseits hinweisen.

Die meisten Menschen halten sich an diverse ethische Werte und begegnen den Mitmenschen mit Respekt, egal was sie glauben oder auch nicht. Aber warum ist das so?

Warum haben wir alle derart ähnliche Vorstellungen von „Gut und Böse“ über Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg?

Dass die Grundvorstellungen von Moral, dem was man tun oder lassen sollte, sich so ähnlich sind, müsste doch auf eine gemeinsame Grundlage hindeuten. So wie die Evolutionstheorie uns zeigt das alles Lebendige aus einem gemeinsamen Stamm entstanden ist, so zeigen uns die gemeinsamen Vorstellungen einer Moral und einer transzendenten Welt, dass die persönliche Entwicklung eines jeden Einzelnen in ein Großes Ganzes eingebettet ist.