Archiv der Kategorie: Glaube in Gemeinschaft

Frauenpower

Nur einige der religiösen Institutionen lassen Frauen gleichberechtigt in ihrem System wirken. Über alle Religionsgrenzen hinweg möchten Frauen aber dabei sein, teilhaben, mitsprechen und handeln.

Warum wollen Frauen im bestehenden System gleichberechtigt sein?

Ich kenne das. Auch in meiner Gemeinschaft dürfen „wir Schwestern“ Kinder hüten, Kaffee kochen und Kirche putzen. Eine Weihe zum Amt, bekommen nur „die Brüder„. Inszwischen bewegt sich was: Frauen sitzen im Gemeindegremium, organisieren, dirigieren etc. Fürs Amt braucht man aber, zu allen anderen Qualifikationen, auch die richtige Chromosomenkombination. Immerhin gibts auch in meiner Gemeinschaft Überlegungen zu diesem Thema.

Machen wir doch einfach selbst was wir wollen…

In diese Richtung denke ich immer mehr. Immerhin ist das System der meisten religiösen Institutionen historisch aus dem Patriachat heraus entstanden. Ist es wirklich eine „Befreiung der Frauen“ oder echte „Gleichberechtigung“, wenn Frauen im bestehenden System zugelassen werden? Oft sind die Frauen, die dann unter lauter Männern mit am Tisch sitzen, schon „systemkonform“. Richtig spannend wird es, wenn wir im Team loslegen.

Was gibt es da schon?

ich fange mal eine Liste an. Mailt mir, wenn ich auf weiteres hinweisen soll.

Erfahrungsaustausch, unmittelbar, von Frau zu Frau?

Themenvorschläge an meinbeitrag@glaubeninmuenster.de dann können wir per Doodle-Umfrage Termine vorschlagen und vereinbaren.

Religiöse Institutionen

  • haben eine lange Erfahrung mit Verwaltung
  • stehen im Fokus der Medien
  • werden von vielen Gläubigen kritisch gesehen
  • sind träge in der Anpassung an moderne Zeiten

… dass ändert aber nichts, denn wir brauchen Organisation des gelebten Glaubens um uns z.B. zum Beten zu treffen. Jemand muss einmal was festlegen. Wenn immer alle nur „man müsste mal“ sagen, passiert nichts.

Es braucht beides, jemanden der Verantwortung übernimmt und die, die sie nutzen können. Organisation soll das Leben erleichtern, aber nicht zum Selbstzweck werden. Ein fester Ablauf, eine bekannte Form der Zusammenkunft hilft, sich auf den eigentlichen Sinn und Zweck zu konzentrieren. Steht die Organisation im Vordergrund kann der Inhalt leicht verloren gehen.

Wenn man das bedenkt und dann zwischen dem Inhalt und der Form unterscheidet, dann stellt man fest, dass in den Medien vor allem Kritik an der Form geübt wird. Inhalte des Glaubens sind überhaupt oft nur noch rudimentär bekannt. So kommt es, dass der Ärger über Organisatorisches oder die persönlichen Fehler eines Seelsorgers dazu führt, das der ganze Glaube verworfen wird, auch wenn der Anlass zum Ärger nichts mit dem Glauben zu tun hat.

Dennnoch: In den verschiedenen Zusammenkünften oder Gemeinden vor Ort, können wir unseren Glauben in Gemeinschaft leben und da entwickelt sich auch Glaube. So wie wir die Kinder in die Schule schicken, damit sie lernen, so lernen wir in der Glaubensgemeinschaft zu glauben. Ganz Münster ist so ein „Ökosystem des Glaubens“ mit vielen „Kleinklimazonen“, die ich gerne entdecken möchte. Ich möchte die vielen Gruppen von Gläubigen entdecken die hier ihres Glaubens leben und das sichtbar machen, was wir alle gemeinsam haben, Organisation und Glaube trennen und den Menschen sehen.

Glaubensinhalte, Weltbilder und Vorstellungen vom Jenseits, Ethik des Alltaglebens aus dem Glauben heraus. Was denkst du? Was ich denke, erschließt sich hoffentlich aus meinen Beiträgen. Vielleicht möchtest du ja auch mal einen Beitrag einstellen?